Festplatz - Grafik Studio Harald Hirsch

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Festplatz

Festplatz - Zentrum der Kongresse und Ausstellungen

Längst hat sich dieses Areal der springenden Wasserfontänen, der leuchtenden Blumenrabatten, der Hochbauten aus den verschiedensten Perioden unseres Jahrhunderts zu einem Zentrum der Betriebsamkeit gemausert. Wo einst die "Briganten" ihre Zielübungen auf der Schießwiese veranstalteten, danach Reitschulen sich drehten und Jahrmarktschreier ihre Ware lauthals anboten, ist heute ein feudaler Standort für Kongresse und Ausstellungen entstanden.

Vom Ettlinger Tor im Norden führt die Allee südwärts. Die Straßenbahnen steuern fast alle dem Hauptbahnhof zu. Auf grünem Wiesenplan plätschern bronzene Pinkelbuben, eine köstliche Idee der Bildhauerin Schreiner, solch ein alltägliches und unbekümmertes Sujet an den Anfang der Intrada zum Kongreß Zentrum zu stellen. Einst stand gegenüber an dem Platz beim Ettlinger Tor der Maischbrunnen, gestiftet von dem Maler Klose, erinnernd an den Karlsruher Oberbürgermeister Maisch, der den Haushaltungen der Stadt erstmals fließendes Wasser zuleiten ließ.

Lediglich eine einzige Marmorfigur des monströsen Aufbaus der Brunnenanlage konnte vor dem Abbruch gerettet und im Stadtgartsn aufgestellt werden. Heute plätschert an jener Stelle der "Pfennigbrunnen", auch "Groschengrab" genannt, weil dahinter sich das Gebäude des Postgiroamtes emporreckt.

Rund um den Festplatz könnte mancher Architekturstudent aufschlußreiche Studien anstellen. An der Ettlinger Straße steht das 1873 von Oberbaurat Durm erbaute Vierordtbad, eine Mischung aus Jugendstil und italienischer Renaissance. Markant der Turm, als "Minarett der Südstadt" tituliert, heute Kamin eines Fernheizwerks. Im Kuppelbau der Wartehalle sind anmutige Landschaftsbilder aus Italien des Malers Klose zu bewundern. Vor dem Bad steht der Hugieiabrunnen, 1909 von Bildhauer Hirt geschaffen. Anschließend füllt die Südseite des Platzes die Schwarzwaldhalle, ein ovaler Glasbau mit geschwungener Dachform, von E.Schelling 1953/55 an der Stelle jener im Krieg zerstörten Holzbinderhalle von 1877, mit dem damals größten Festsaal Deutschlands, wie Zeitzeugen rühmten. Angebaut sind die Gartenhalle und die nach der Partnerstadt Karlsruhes benannte Nancyhalle. Das Konzerthaus an der Westseite wurde 1915 von den Karlsruher Architekten Gurjel und Moser erstellt, beherbergte nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre das "Badische Staatstheater", ehe dieses an den Platz der alten Markthalle umziehen und in dem Neubau von Helmut Bätzner 1970 festliche Premiere halten durfte.

Was als "Stadthalle" firmiert, das ist nunmehr sehr großzügig neu gestaltet worden und mausert sich zu einem "Haus der Feste und Tagungen". Lediglich die denkmalgeschützte Säulenvorhalle blieb erhalten. Hochwertige Materialien prägen den ganz auf den Zweck eines Kongreß-, Konzert- und Veranstaltungsgebäudes ausgerichteten Bau. Im Innern des dreigeschossigen Kernbaues befinden sich fünf Säle und ein fünfgeschossiger Mantelbau, in dem Foyers, Konferenz-, Neben- und Technikräume untergebracht sind. Karlsruhes neue Festhalle steht, was die Modernität und Großzügigkeit anbelangt, würdig neben jener Halle nahe der Günther-Klotz-Anlage, die ganz den sportlichen Belangen angemessen und mit dem Namen "Europahalle" belegt worden ist.

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