Fußgängerzone - Grafik Studio Harald Hirsch

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Fußgängerzone

In  der Fußgängerzone  - Brunnen nicht  zum Planschen
Als die Stadt auf dem Reißbrett konstruiert und die Straßen den Strahlen der Sonne gleich gezirkelt wurden, erhielten die Verbindungswege vom Fürsten zu den Untertanen vorerst die Namen von Prinzen und höfischen Persönlichkeiten. Den Bürgern waren aber solche Benennungen Standesfremd. Renommierte Wirtschaften wurden eingerichtet und mit Schild und Gerechtigkeiten begabt. Nicht immer nur genau je Straße eine Wirtschaft, aber die Namen wandelten sich dann in jene, die wir zum Teil noch heute kennen, wenngleich manche dieser Beizen und Vierteleskneipen längst der Vergangenheit angehören-. In der Lammstraße ging man in das Lamm, dann gab es die Krone, den Adler, das Kreuz, das Waldhorn. Und wo das Gasthaus zum Bären stand, führte die Bärenstraße als Mittelachse vom Schloß hin zum "Nabel" der Bürgerstadt. Aber vom Bären redet längst niemand mehr, auch nicht von der Schloßstraße; dies ist die Karl-Friedrich-Straße .

Eigentlich haben nur zwei Straßen, die es heute noch gibt, keinen Bezug zu Vesper und Bier. Das .ist einmal die Herrenstraße, die noch an die Paläste und Bauten der "Herren" erinnert, und die Waldstraße. Letztere war ursprünglich die westlichste Radialachse. Sie lag direkt am Wald, dem früheren "Lußhardt", den wir als "Hardtwald" kennen. Die Neuzeit will, da die Kaiserstraße nun Eldorado für Passanten geworden ist, sogenannte Ruhezonen schaffen, damit nicht immer nur in Hektik und Hast gerast wird. Deshalb hat die Stadt den Namen der "Herrenstraße" in einem Brunnen lebendig werden lassen, aufgeführt in Gestalt einer "Städtischen Mülltonne", auf der ein Lakai aus markgräflicher Zeit sitzt, aus Bronze gegossen und angetan mit der Livree.

Wenn man so will, ein "fürstlicher Müllkutscher" von einst, der schon damals den Dreck der Hohen Herren beiseite zu schaffen hatte. Das Bekleidungshaus Hiller tat etwas Künstlerisches, als es aus Anlaß seines Geschäftsjubiläums im Jahre 1984 einen stilisierten Bronzebaum rn.it Laub und Vögeln im Geäst, geschaffen von dem Karlsruher Künstler Karl-Ullrich Nuß, vor seiner Eingangstür erstellen ließ. "Einst war ich Wald, der wilden Tiere Aufenthalt ..." Eine geglückte Reminiszenz an die ökologische Vergangenheit unserer Stadt.

Springbrunnen

Hörst du die Wasser, wie sie plätschern

und murmeln in der lässigen Monotonie

des ewigen Fließens vom Morgen hin zum Abend ?
Siehst du die Fontänen, die lustig hupfen
und noch im Mondesschein ihre Kaskaden vollbringen
vom Abend hin zum Morgen?
Es sind Erinnerungen, die beleben, wie das
Plätschern der tausend Tropfen.
Es sind  die wachen Gedanken,
die selbst dann nicht vergehen,   

wenn düstere Schatten sie verdunkeln.

Ewig bleibt nur das Wahre,    

das im Gleichmaß sprudelt aus klarer Quelle,   

wie die Wasser, die den Springbrunnen das Leben leihen.

                                              Heinz  Bischof

Bewertung: 5.0/5
 
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