Mühlburg - Grafik Studio Harald Hirsch

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Mühlburg

Mühlburg -  Einkaufszentrum rund  um   den  Entenfang

Wer weiß noch, daß Mühlburg einst ein wahrhaftes Schloß besaß und sogar den Rang einer Stadt besessen hatte. Eins "Lange Straße", quer und kerzengerade durch den Hardtwald gezogen, führte hinüber in die alte Markgrafenstadt der Baden-Durlacher am Turmberg. Das Jahr 1689 schließlich legte nicht nur das Schloß "Mühlberg", sondern auch die Mühle und die paar Wohnbauten drumherum in einen einzigen Trümmerhaufen. Judenfamilien siedelten sich daraufhin wieder an der Alb an, Waldenser kamen, so daß Mühlberg, das jetzt in die Nachbarschaft zur Zirkelstadt Karlsruhe kam, 1729 wieder 700 Einwohner zählte.

Nunmehr konkurrierten diese Städte miteinander. Mühlburg entwickelte sich zu einer regen Stadt des Gewerbes und der Industrie, jedoch Karlsruhe überflügelte rasch mit einer stets wachsenden Einwohnerzahl. 1862 wurde die Maxau-Bahn eröffnet. Der Bahnhof stand am Fliederplatz. Schließlich sahen sich die Mühlburger Bürger gewogen, die Geschicke ihrer Stadtgemeinde der größeren Schwester im Osten, eben Karlsruhe, anzuvertrauen. Am 5.8.1862 erfolgte die Unterzeichnung der Eingemeindungsakte. Nun begann ein neues Bauen und Schauen weit in die noch ungenutzte Mühlburger Flur.

Der Rheinhafen wurde angelegt, Industrien siedelten sich an. Großräumigege Wohnhauszeilen entstanden, Straßenverbreiterungen ermöglichten den flüssigen Abzug des Verkehrs, der von Westen, der Pfalz und der Rheinbrücke, aber auch von Süden über die B 36 täglich her zur Stadt flutet. Mittlerweile ist die sogenannte Südtangente soweit konzipiert, daß sie bis zum Bulacher Kreuz allen Schwerlastverkehr aufnehmen kann. Die kriegerischen Ereignisse hinterließen auch in Mühlburg ihre Spuren. So konnte die im Jahre der Eingemeindung erbaute katholische Pfarrkirche St.Peter und Paul am 2.November 1954 wieder neu aufgestellt und konsekriert werden. 1951 weihte der Landesbischof die evangelische Karl-Friedrich-Gedächtniskirche neu ein, für die bereits 1713 der Grundstein an der Stelle eines früheren gemeinsamen Kirchen-, Schul-und Rathausgebäudes gelegt worden war.

Mühlburg heute, fast könnte man diesen Stadtteil als freundlichen Trabanten im Westen der Stadt nennen, ausgezeichnet mit einladenden Anlagen zum Verweilen oder Geschäftspassagen
zum Bummeln.

Mühlburg
Mühlburg liegt westlich des Stadt­zen­trums nahe des Rheins und des Rhein­ha­fens. Es ist einer der älteren Stadtteile in Karlsruhe. Der Bereich entlang der Rhein­straße bis zum Entenfang und Lameyplatz ist bekannt durch eine Vielzahl an Geschäften und ist ein Karlsruhes Neben­zen­trum. Die rund 15.000 Menschen, die im Stadtteil leben, schätzen neben den guten Einkaufs­mög­lich­kei­ten die vielen Grünflä­chen, die gute Verkehrs­an­bin­dung sowie die Stadtnähe. Wohl der bekann­teste Sohn Mühlburgs ist Carl Benz, der hier 1844 geboren wurde und 1885 in Mannheim das erste Automobil in Gang setzte.
Bewertung: 5.0/5
 
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