Stadtkern - Grafik Studio Harald Hirsch

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Stadtkern

Wahrzeichen  einer Stadt

Inmitten von Schienen, die wie fesselnde Gitterstreifen
sich um dieses Denkzeichen des Dankes legen,   

ein fremd' Gebilde, entlehnt ägyptischen Weiten.
Schrift in Gold kündet, aus welchem Auftrag es hierhergestellt.
Reminiszenz an fürstliche Zeiten
oder nur verspielte Idee eines Augenblicks?
Memento mori!
Gedenke nicht aller, die da gestorben
im Raum der großen Stadt.
Erinnerung an den Einen allein, dem die Stadt verdankt
Gründung und Auftrag, Herberge der Untertanen zu sein.

Nun ruht er inmitten des Platzes,
den diese Pyramide zeichnet.
Alltag brandet im Gekreisch der Räder.
Wo die Spitze endet,
wird stete Leere bleiben.
In die Kühle der Gruft
tief unter dem Pflaster,
das die Füße treten,
dringt kaum ein Hauch
des Lebens ein.
Reste letzten Wohlwollens schwinden.
Die Zeit ist Monarchen nicht mehr hold.

                      Heinz Bischof

DENKMAL FÜR KAISER WILHELM I.
Das Schicksalsjahr 1888: Nicht nur der junge Prinz Ludwig Wilhelm von Baden war in diesem Jahr gestorben, auch sein Großvater Kaiser Wilhelm I. Wie viele andere Städte auch sah die Stadt Karlsruhe vor, ihm ein Denkmal zu setzen. Man erwog, es am Marktplatz zu errichten, genau an der Stelle, wo der Karlsruher Stadtgründer Markgraf Karl Wilhelm unter der Pyramide begraben liegt.

DIE ERSTE BEGEHUNG DER PYRAMIDE
Um die Pyramide von innen zu begutachten – bislang war sie nie betreten worden –, stieg im Juli 1889 eine kleine Gruppe von Personen hinein. Mit dabei: Großherzog Friedrich I. und Hofrat Friedrich Hemberger – jener Baumeister, der zusammen mit seinem Sohn zur selben Zeit die neue Grabkapelle zu errichten begann. Den Sarg Karl Wilhelms konnte man nicht sehen, die eigentliche Gruft war zugemauert worden. Zugänglich war und ist nur der ebenerdig darüber liegende Raum, der eine Steintafel mit Stadtgrundriss enthält.


EIN UNGEWÖHNLICHES ZEUGNIS
Den Einstieg in die Kammer hatte die Platte über dem Eingang erschwert, sie ließ sich nur mühsam öffnen. Sorgfältig machte man sie nach der Besichtigung wieder zu. Erst danach bemerkte Hemberger, dass er wohl seinen Schirm im Innern vergessen hatte … Als Zeugnis dieses Besuchs blieb der Schirm in der Pyramide erhalten. Mehr als hundert Jahre lang erzählte man sich in Karlsruhe die Geschichte vom vergessenen Schirm. Das Denkmal für Kaiser Wilhelm wurde übrigens an anderer Stelle errichtet – am Mühlburger Tor.
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Pyramide

Ursprünglich stand an ihrer Stelle das erste Gotteshaus der Stadt, die Kirche "concordia". Hier wurde der Städtegründer nach seinem Tode beigesetzt. Die Stadt wuchs. Immer mehr Platz beanspruchten die Bürgerhäuser und Straßen. Das "Forum der Bürgerschaft", der Marktplatz, wurde als gradliniger Freiraum zwischen der neuen evangelischen Stadtkirche und dem Rathaus von Friedrich Weinbrenner angelegt. Die Kirche stand dem Planen im Wege, wurde überflüssig. Lediglich die Grabesstätte des Markgrafen blieb von allen Umbau- und Einreißarbeiten unbehelligt.
Über ihr erhebt sich die Pyramide aus Stein. In der Katakombe dieses zum Wahrzeichen der Stadt gewordenen Baudenkmals ägyptischen Zuschnitts befinden sich ein Altar, ein steinerner Sarkophag, ein Postament mit Blumenvase und als Zutat der späteren Zeit ein roter Regenschirm, den einstmals ein städtischer Würdenträger bei einem der Üblichen Pflichtbesuche dort stehen gelassen hatte. Goldene Inschriften und eine bronzene Weihetafel von 1823 erinnern an den Anlaß der Errichtung dieses Wahrzeichens.

Geschichte des Karlsruher Rathauses

Erstes Rathaus
1728 erbaut an der Ecke Kaiser­stra­ße/­Markt­platz
1811 Abbruch
Zweites Rathaus
1805-1825 Bau
27.9.1944 Einer der schwers­ten Luftan­griffe auf Karlsruhe. Der Marktplatz wurde stark zerstört, vom Rathaus blieben nur die Grund­mau­ern und der Turm stehen.
1948-1955 Wieder­auf­bau
13.12.1955 Einwei­hungs­feier im Bürger­saal
1805 hat man begonnen, das Rathaus nach einem Plan Friedrich Weinbren­ners von 1804 zu errichten. In den Jahren 1805 bis 1808 wurde der nördliche Flügelbau an der Zährin­ger­straße (gemäß dem Plan von 1804 als zweistö­cki­ges Gebäude) und der Verbin­dungs­bau zum Mittelteil am Marktplatz (zunächst einstö­ckig) erstellt. Diese Gebäude dienten als Fleisch­bank, Salz- und Mehlhalle.

1811 - 1812 folgte der Verbin­dungs­bau (als Feuerhaus und Lagerraum) zwischen dem später zu errich­ten­den Turm und der Front der Zährin­ger­straße. Die Bautä­tig­keit stockte infolge der unruhigen und wirtschaft­lich schlechten Zeiten.

1817 ging man daran, den Rathausbau zu vollenden. Es wurde aber nicht mehr auf den alten Entwurf von 1804 zurück­ge­grif­fen. Friedrich Weinbren­ner arbeitete 3 weitere Pläne aus, die eine verän­der­te Fassade und eine Erhöhung des Gebäudes auf drei Stock­wer­ke vorsahen.

Der 4. Entwurf wurde 1821 von einem Bauaus­schuss, bestehend aus Vertretern der Staats­re­gie­rung und der Stadt­ver­wal­tung, genehmigt und von Großherzog Ludwig I. gebilligt. Aufgrund dieses Entwurfes baute man das Rathaus (Grund­stein­le­gung am 07.05.1821) von 1821 bis 1825, unter Einbe­zie­hung der bisher errich­te­ten Bauten, in seiner heutigen äußeren Gestalt.

Am 28. Januar 1825, um 10 Uhr, wurde es in Gegenwart des Hofes und im Beisein von Vertretern des Staates und der Stadt eingeweiht.

Vor dem Rathaus­por­tal standen früher zwei je 33 Zentner schwere Bronze­fi­gu­ren, die im Zweiten Weltkrieg einge­schmol­zen wurden; es waren die "Dame Badenia" mit dem Landes­wap­pen und "Schwester Fidelitas" mit dem Stadt­wap­pen.

Rathau­sturm
Höhe 51 m
Ursprüng­li­che Funktion Gefängnis und Feuer­be­ob­ach­tungs­stelle
Turmfigur Merkur, Gott des Handels und der Diebe; die Figur ist 1,80 m hoch, die Kugel hat einen Durch­mes­ser von 0,85 m.
Architekt
Friedrich Weinbren­ner (1766 - 1826), begraben in der Gruft der
Evange­li­schen Stadt­kir­che.
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Bewertung: 4.5/5
 
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